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Teilhabe durch Alternativ-Texte

Was sind Alternativ-Texte für Bilder? Und warum sind sie so wichtig? Das barrierefreie Umfrage-Tool kliGG von GUT GEFRAGT erfüllt hier einen hohen Standard.

Alternativ-Texte sind für blinde und sehbehinderte Menschen essenziell. Sie werden von Screenreadern (Sprach-Software) ausgelesen und beschreiben, was auf Bildern dargestellt ist. Nur so können die Personen Fotos, Grafiken und Illustrationen als ergänzende Informationselemente wahrnehmen und nutzen. Alternativ-Texte gibt es zum Beispiel auf Websites und in digitalen Dokumenten wie PDF – leider noch nicht überall.

Beschreibungen noch besser

Insbesondere bei digitalen Anwendungen fehlen die Beschreibungen oft. Bei dem barrierefreien Umfrage-Tool kliGG von GUT GEFRAGT ist das anders. Alternativ-Texte gehören von Anfang an zu den Features des Tools. Jetzt hat ein Team sie weiter verbessert. Einen Monat lang haben unsere blinde Peer-Expert:in Ninja Junge und kliGG-Projektassistenz Ulrike Kubatta die Texte systematisch überprüft, optimiert und ergänzt. „Uns kam es darauf an, die Texte so zu formulieren, dass sie möglichst genau das wirklich Wesentliche wiedergeben“, sagt Ulrike Kubatta.

Ein Beispiel: Auf einem szenischen Bild, auf dem sich 2 Personen umarmen, ist die Kleidung unerheblich und muss nicht im Alternativ-Text aufgenommen werden. Handelt es sich jedoch um ein Porträt-Foto ist die Kleidung bedeutsam, um den dargestellten Menschen zu charakterisieren.

Kurz und fokussiert

„Wir haben die Alternativ-Texte außerdem auch gekürzt“, erklärt Ninja Junge. Belanglose oder komplizierte Floskeln sind rausgeflogen. Zum Beispiel: „Auf dem Bild ist … zu sehen“ oder „Das Bild zeigt…“. „Alternativ-Texte sollen nicht so lang sein. Deshalb gleich schreiben, was zu sehen ist“, so Ninja. Trotzdem muss alles erfasst werden, was zur Aussage dazu gehört. So sollte bei einem „Daumen runter“-Symbolbild ein roter Hintergrund erwähnt werden, weil er die negative Aussage verstärkt.

Wichtig ist auch: „Alternativ-Texte sollen Bilder nicht interpretieren, sondern nur beschreiben“, betont Ninja. Auch hier nennt sie ein Beispiel: Statt eine Person als traurig zu benennen, ist es besser, sie als eine Person mit heruntergezogenen Mundwinkeln oder mit Tränen in den Augen zu beschreiben. „Sonst kann ich nicht verstehen, was das Bild wirklich darstellt“, erklärt Ninja.

Für Kund:innen inklusive

Auch Struktur und eine exakte Wortwahl sind bei Alternativ-Texten wesentlich, damit sie Inhalte verständlich ergänzen. Und: Am besten ist es, einfache oder leichte Sprache zu verwenden. „In kliGG erfüllen ab sofort alle Alternativ-Texte für neue Projekte diese hohen Standards“, sagt Ulrike Kubatta. Das heißt: Für Kund:innen, die kliGG plus buchen, ist diese Leistung inklusive.

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