Im großen Veranstaltungs- und Arbeitsraum von GUT GEFRAGT herrschte am 18. Juni immer wieder konzentrierte Stille – nur unterbrochen vom Klicken der Computer-Mäuse und leisen Absprachen. 6 Peer-Expert:innen und eine Peer-Praktikantin saßen vor ihren Bildschirmen und navigierten sich systematisch durch den Bereich in Leichter Sprache von hamburg.de. Es galt zu testen:
Wie gut ist der Bereich zu finden? Sind die Übersichtsseiten gut strukturiert? Ist die Navigation nutzerfreundlich und wie verständlich sind die Texte? 3 Mitarbeiterinnen der Hamburger Senatskanzlei, die die Inhalte der Website betreuen, waren bei der Prüfung vor Ort. „Die Mitarbeiterinnen sind rumgegangen und haben uns direkt gefragt. Wir haben viele Rückmeldungen geben. Toll, dass hamburg.de die Zielgruppe mit einbezieht“, berichtet Peer-Experte Tim Stemler. Die Vertreterinnen des Stadtportals konnten so unmittelbar an den Erfahrungen der Peer-Expert:innen teilhaben – auf Augenhöhe.
Wichtige Impulse
„Der direkte Austausch mit den Peer-Expert:innen ist für uns sehr wertvoll. Ihre Rückmeldungen geben uns wichtige Impulse, um das Angebot in Leichter Sprache auf hamburg.de gezielt weiterzuentwickeln“, sagt Lena Baumann-Merkel, Online-Redakteurin mit Schwerpunkt Inklusion in der Senatskanzlei.
„Wir arbeiten nach dem Motto Nicht über uns, sondern mit uns. So lief auch die Prüfung ab. Das fand ich gut“, betont Peer-Experte Marius Kroogmann.
Neben Nutzerführung und Textverständlichkeit ging es auch um die Bilder auf der Website und im Newsletter: Passen sie zum Text, sind sie gut zu erkennen, sind Fotos oder Illustrationen besser? Jede:r Peer-Expert:in testete selbständig am Computer und notierte die eigenen Erfahrungen. Im Anschluss wurde in Gesprächsrunden alles auf den Tisch gebracht und Ideen gesammelt.
Rückmeldungen zum Newsletter
„Super, dass Hamburg jetzt auch einen Newsletter in Leichter Sprache herausgibt“, freut sich Parmis Hashtrudy. Sie und ihre Kolleg:innen beantworteten auch Fragestellungen zur Distribution: Ist die Anmeldung verständlich? Wie häufig sollte der Newsletter erscheinen? Wie will ich ihn erhalten: per Mail oder über einen Messenger-Dienst?
Sehr gut kam bei unseren Peer-Expert:innen an, dass sie zudem gefragt wurden, welche Themen sie interessieren und ob sie die Inhalte des Test-Newsletters gut finden. Auch hierzu bekam das Team aus der Pressestelle des Senats geballten Input und konnte viele Ideen für noch mehr Barrierefreiheit mitnehmen.


