GUT GEFRAGT hat den ersten ISI.vor Ort Barriere-Check in einem Bürogebäude durchgeführt. Objekt der Prüfung war der Sitz des Sozialverbandes „Der Paritätische Hamburg“. Unser inklusives Team prüfte 3 von 5 Etagen aus unterschiedlichen Perspektiven.
Mit ISI.vor Ort entwickelt GUT GEFRAGT zurzeit professionelle Barriere-Prüfungen von öffentlichen Orten und Gebäuden. Ziel ist es, Barrieren bewusst zu machen und abzubauen. Supermärkte liegen dabei im Fokus, da sie für die Daseins-Sicherung grundlegend sind. Die Aktion Mensch unterstützt uns bei dem Vorhaben, in dessen Rahmen unser Team aus Peer-Expert:innen mit Behinderung, Assistenzkräften und Projektleitung bereits detaillierte Check-Listen erarbeitet hat.
Barriere-Check für verschiedene Personengruppen
„Das besondere an unseren Barriere-Checks ist die Beurteilung aus unterschiedlichen Perspektiven“, sagt Projektleiterin Gesine Oltmanns. „Neben Barrieren für Rollstuhlfahrer:innen und Menschen mit mobilen Einschränkungen erfassen wir Hör- und Seh-Barrieren sowie Verständnis-Hürden und Ursachen für Reizüberflutung.“ Auf diese Weise berücksichtigt GUT GEFRAGT viele verschiedene Personengruppen: Senior:innen genauso wie Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist oder die mit einem Kinderwagen unterwegs sind, und natürlich Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen.
Zu unserem Team gehören Expert:innen, die durch ihre Behinderungen und Erfahrungen den Stand von Barrierefreiheit fachlich und persönlich beurteilen können.
Es geht um die praktische Barrierefreiheit
Beim Paritätischen konnte das Team erstmals einen Check durchführen und erproben. Am 4. Dezember haben wir unter anderem sehr detailliert den Eingangsbereich überprüft. Wie gut kommt man durch die Eingangstür? Konnte sich jeder orientieren? Wie barrierefrei sind Fahrstuhl und Treppe? Dabei überprüfen wir nicht, ob Bauvorschriften oder DIN-Normen eingehalten werden. Es geht uns um die praktische, tatsächlich vorliegende Barrierefreiheit. Auch den Veranstaltungsbereich und die Büro-Etagen des Paritätischen ist unser Team systematisch durchgegangen und hat alle Aspekte mit dem digitalen Tool kliGG erfasst.
Derzeit läuft die Auswertung der Daten, die der Paritätische im Anschluss digital abrufen kann. Erster Eindruck: Der Sozialverband ist bei der Barrierefreiheit seines Bürogebäudes schon sehr gut aufgestellt.


