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GUT GEFRAGT gGmbH

Projekt Starke Beiräte

Training "Starke Beiräte"Fit für die Arbeit als Beirat

Junge Frau mit Behinderung vor einer Arbeitsgruppe lächelt selbstbewusst.

Wohnbeiräte und Werkstatträte in Assistenzangeboten für Menschen mit Behinderung haben vielfältige Rechte und Pflichten. Die Trainingsreihe „Starke Beiräte“ macht sie fit für ihre anspruchsvollen Aufgaben.

Unsere Expert:innen mit und ohne Behinderungen haben speziell auf Beiräte zugeschnittene Qualifizierungseinheiten und Aktionen entwickelt. In den Schulungen und Workshops erhalten die Teilnehmer:innen das nötige Wissen und methodische Fertigkeiten für eine wirkungsvolle Interessensvertretung. Das Besondere: Während der Trainingseinheiten erhalten sie durchgehend Unterstützung auf Peer-Ebene.

Das Projekt in Kürze:

Wer kann teilnehmen?

Die Trainingsreihe richtet sich an alle Interessensvertretungen von Menschen mit Behinderung in Wohnangeboten und Werkstätten.

Was ist das Ziel von „Starke Beiräte“?

Ziel des Projektes ist es, Wohnbeiräte und Werkstatträte in ihrer Funktion und Tätigkeit zu stärken. Sie lernen, welche Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte sie haben und wie sie ihre Rechte und Pflichten im Alltag umsetzen können. Diese Kenntnisse helfen dabei, Aufgaben noch zielgerichteter wahrzunehmen und sich effektiv für die Belange der Kund:innen von Wohn- und Arbeitsangeboten einzusetzen.

Die Teilnehmer:innen erwerben außerdem methodische Kenntnisse, wie sie die Lebens- und Arbeitsbedingungen in ihrem Verantwortungsbereich evaluieren und daraus notwendige Aktionen ableiten. Nach Abschluss des Projekts können sie Ideen für die Umsetzung ihrer Aufgaben entwickeln und Verhandlungen mit der Leitung ihres Assistenzangebotes führen.

Wie läuft das Projekt ab?

„Starke Beiräte“ besteht aus vielfältigen Aktionen und Trainingseinheiten:

  • Einführende Informationsveranstaltungen
  • Schulungen über grundlegende Aufgaben und Rechte von Beiräten
  • Workshops zur individuellen Evaluierung von Lebens- und Arbeitsbedingungen
  • Schulung zur Nutzung digitaler Kommunikationskanäle
  • Zusammenstellen einer Befragung aus einem Fragenkatalog
  • Durchführung und Auswertung von Befragungen in den teilnehmenden Assistenzangeboten.
  • Ausführliche Besprechung der Ergebnisse
  • Unterstützung der Beiräte bei den Ergebnisbesprechungen mit Kund:innen und Leitungskräften der Assistenzangebote
  • Schulungen zur Ableitung von Handlungsbedarfen
  • Workshop zur Initiierung von Veränderungsprozessen

Die Einheiten dauern jeweils 1 bis 3 Stunden und finden in zentral gelegenen, barrierefreien Schulungsräumen in Hamburg statt.

Das Projekt läuft eineinhalb Jahre, die Trainingseinheiten finden innerhalb eines Jahres statt.

Wie wird gearbeitet?

Alle Trainingseinheiten sind auf die Zielgruppe abgestimmt. Sie umfassen:

  • praxisbezogene Kleingruppenarbeit
  • praktischen Übungseinheiten
  • Rollenspiele
  • Videomaterial
  • Schulungsmaterial und Evaluationsauswertungen in leichter Sprache (3 Sprachniveaus)
  • Dokumentationen in Form von Plakaten und Checklisten

Während des gesamten Trainings stehen unsere Expert:innen mit Behinderung als Ansprechpersonen und Assistenz auf Peer-Ebene zur Verfügung.

GUT GEFRAGT entwickelt, leitet und moderiert sämtliche Veranstaltungen und Schulungen. Im Laufe des Projektes führen wir regelmäßig Befragungen unter den Teilnehmer:innen durch, um die Wirksamkeit der Qualifizierungstrainings zu überprüfen.

Warum wird das Projekt gefördert?

„Starke Beiräte“ hat starke Unterstützer. Insbesondere die Heinrich-Leszczynski-Stiftung, die das Projekt fördert. Die Stiftung setzt sich für die innovative und inklusive Weiterentwicklung der Behinderten- und Eingliederungshilfe in Hamburg ein. „Das Projekt greift die gesetzgeberischen Impulse der UN-Behindertenrechtskonvention und des Bundesteilhabegesetzes zu mehr Partizipation und Selbstbestimmung auf. ‚Starke Beiräte‘ will Menschen mit Behinderungen befähigen, ihre erweiterten Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte souverän wahrzunehmen“, sagt Stiftungsvorstand Dr. Peter Gitschmann.